Das war der Tag

„Du bist echt ‘ne Tolle!“

Gute Stimmung zum Auftakt

Foto: NGG

Mit diesen Worten bedankte sich der Bundesmister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, zu Beginn seiner Rede auf der Eröffnungsfeier des Gewerkschaftstages bei der NGG-Vorsitzenden, Michaela Rosenberger, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Zuvor hatte die Vorsitzende den 17. Ordentlichen Gewerkschaftstag der NGG feierlich eröffnet: „Gewerkschaftstage sind ein Fest der Demokratie und ein Manifest“, sagte sie und begrüßte die Delegierten und Gäste aus Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Rosenberger erinnerte ebenso wie der DGB-Vorsitzende, Reiner Hoffmann, an die historische Bedeutung Leipzigs für die NGG. Hier wurde Deutschlands älteste Gewerkschaft vor mehr als 150 Jahren gegründet.

Nach wie vor seien Gewerkschaften „erste Ansprechpartner für die Solidarität. Und das ist heute wichtiger denn je“, machte der stellvertretende NGG-Vorsitzende Guido Zeitler deutlich. 121 Anträge - „gewerkschaftliches Schwarzbrot“, wie die Moderatorin Shelly Kupferberg es nannte - gilt es in den kommenden Tagen in Leipzig zu debattieren und in Beschlüsse umzuwandeln. Dabei baue man auf das Wissen und die Erfahrung aller Generationen, versicherte Zeitler nicht zuletzt in Richtung von Ruth Köhn, die mit 90 Jahren älteste Teilnehmerin in Leipzig.

Das kulturelle Rahmenprogramm des Festaktes gestalteten die Berliner Band PolkaHolix und der Leipziger Comedian Till Reiners. Aber auch der mit Verspätung eingetroffene Arbeitsminister Heil sorgte für Schmunzeln im Auditorium: Auf die Deutsche Bahn zu schimpfen, sei das eine, in einer Koalition mit der CSU zu sein, aber das andere, ließ der die Zuhörerinnen und Zuhörer wissen.

In bester Stimmung und bestens eingestimmt verließen die über 400 TeilnehmerInnen der Eröffnungsfeier schließlich den Saal, um den Abend im Kreise ihrer Landesbezirke oder beim Gästeempfang ausklingen zu lassen.