Ernährung soll Schulfach werden

Das Einmaleins des Essens

Verpflegung in Schulen und Kitas

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Was tun gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen? Auf ihrem Gewerkschaftstag hat die NGG die Einführung eines eigenen Schulfachs Ernährung gefordert – während in Berlin Ernährungsministerin Julia Klöckner und Gesundheitsminister eine neue Studie zum Thema vorstellen. „Nicht nur die Eltern, sondern auch der Staat muss hier mehr tun. Neben Deutsch, Mathe und Bio gehört auch gesundes Essen auf die Lehrpläne“, sagte der stellvertretende NGG-Vorsitzende Guido Zeitler in Leipzig.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren in Deutschland zuletzt 6,9 Prozent der Mädchen und 11,2 Prozent der Jungen zwischen fünf und 19 Jahren fettleibig. Im Jahr 1980 galten lediglich vier Prozent der Jungen als stark übergewichtig.

Die Zahlen sind alarmierend. Grundsteine für eine bessere Ernährung müssen bereits im Kindesalter gelegt werden“, so Zeitler, der von einem „Einmaleins des Essens“ sprach. Dabei gehe es nicht nur darum, was in den Lebensmitteln steckt, sondern auch, wie Tiefkühlpizza und Joghurt produziert werden. „Wer selbst schon einmal ein Brot gebacken oder Erdbeeren geerntet hat, der ernährt sich bewusster.“

Die NGG plädiert außerdem für höhere Qualitätsstandards beim Essen in Schulkantinen und Kita-Küchen. „Um die Kosten dafür auch für die Eltern gering zu halten, sollte sich der Staat engagieren. Über die Steuer kann er eine Menge tun“, sagte Zeitler.  In Schulen und Kitas solle deshalb die ermäßigte Mehrwertsteuer von sieben Prozent gelten. Bisher liegt die Abgabe für Schulessen bei 19 Prozent – genauso hoch wie im Fastfood-Restaurant.