Grußwort Leipziger Oberbürgermeister

„Herzlich willkommen daheim“

Oberbürgermeister Burkhard Jung:

Foto: NGG

In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung brauche es „ starke Bekenntnisse zur Solidarität“. Das forderte der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung zum Start des NGG-Gewerkschaftstags. „Herzlich willkommen daheim“, sagte Jung mit Blick auf die Gründung des Allgemeinen Deutschen Cigarrenarbeiter-Vereins vor 150 Jahren in Leipzig – der Vorgängerorganisation der NGG.

„Ein Gespenst geht um in der Welt, das der Provinzialität und Ausgrenzung“, so Jung in Anspielung auf die erstmals in Leipzig gedruckte Ausgabe des „Kommunistischen Manifests“. Doch heute sei das Problem vielmehr der Trend zu Ausgrenzung und Populismus. Dagegen helfe nur ein breites Bündnis aller Demokraten, die sagen „So wollen wir nicht leben“.

Sorge mache es ihm, dass sein Bundesland bei der Tarifbindung Schlusslicht sei, sagte Jung. Gerade einmal 43 Prozent aller Betriebe im Freistaat seien tarifgebunden. Bundesweit lag der Schnitt bei 59 Prozent. Auch diese Zahlen zeigten: „Die Solidarität in Sachsen ist noch ausbaufähig.“