"Die Situation ist dramatisch"

Gastgewerbe Ostdeutschland

Foto: NGG

Kurz vor dem am Montag (5. November) in Leipzig beginnenden Gewerkschaftstag hat der stellvertretende Vorsitzende der NGG, Guido Zeitler, auf die Tarifflucht im ostdeutschen Gastgewerbe hingewiesen. "Die Situation im ostdeutschen Gastgewerbe muss man bei der Tarifbindung dramatisch nennen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben gerade einmal zehn Prozent der Betriebe, die an die geltenden Tarifverträge gebunden sind." In Westdeutschland seien 27 Prozent der Betriebe tarifgebunden. Der NGG-Vize kritisierte den Arbeitgeberverband Dehoga, der in allen ostdeutschen Landesverbänden sogenannte OT-Mitgliedschaften – ohne Tarifbindung – anbiete. "Das heißt, man nimmt die Angebote als Wirtschaftsverband gerne wahr. Die sozialpolitische Verantwortung wollen diese Arbeitgeber aber nicht mehr wahrnehmen."

Deutschlandfunk