"Die Situation ist dramatisch"

Gastgewerbe Ostdeutschland

Foto: NGG

Kurz vor dem am Montag (5. November) in Leipzig beginnenden Gewerkschaftstag hat der stellvertretende Vorsitzende der NGG, Guido Zeitler, auf die Tarifflucht im ostdeutschen Gastgewerbe hingewiesen. "Die Situation im ostdeutschen Gastgewerbe muss man bei der Tarifbindung dramatisch nennen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben gerade einmal zehn Prozent der Betriebe, die an die geltenden Tarifverträge gebunden sind." In Westdeutschland seien 27 Prozent der Betriebe tarifgebunden. Der NGG-Vize kritisierte den Arbeitgeberverband Dehoga, der in allen ostdeutschen Landesverbänden sogenannte OT-Mitgliedschaften – ohne Tarifbindung – anbiete. "Das heißt, man nimmt die Angebote als Wirtschaftsverband gerne wahr. Die sozialpolitische Verantwortung wollen diese Arbeitgeber aber nicht mehr wahrnehmen."

Deutschlandfunk

Auf nach Leipzig!

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Foto: Messe Leipzig

Die Ruhe im großen Saal der Kongresshalle am Zoo in Leipzig täuscht: Es ist die Ruhe vor dem großen Ansturm, denn in wenigen Tagen, vom 5. bis 9. November 2018, werden sich hier zwischen 400 und 600 Menschen tummeln. Nicht nur das NGG-Kongressteam, sondern auch Delegierte und Gäste fiebern einem Großereignis entgegen: dem NGG-Gewerkschaftstag. Er tagt nur alle fünf Jahre. Da muss alles klappen. Schließlich werden hier die Weichen für die NGG-Politik der kommenden fünf Jahre gestellt.

Unter dem Motto „Frische Rezepte für gute Arbeit“ werden die Delegierten unter anderem einen neuen Geschäftführenden Hauptvorstand wählen und über mehr als 120 Anträge entscheiden. Die wurden ihnen bereits zusammen mit anderen Unterlagen wie Kongressausweis, Bahnticket etc. zugestellt. Jetzt heißt es bald: Koffer packen und auf nach Leipzig!

Bei Fragen zur Anreise oder Organisation wende dich bitte an: hv.gewerkschaftstag@ngg.net oder deine NGG-Region vor Ort.